Kritik an erneuter Verschiebung der Landesausstellung „Römerland Bayern“
3.17.2026
Zur Verschiebung der Landesausstellung „Römerland Bayern“ um mehrere Jahre äußert sich Stephanie Schuhknecht, Augsburger Abgeordnete der Grünen:
„Ich erkenne ein ziemlich freches Muster bei Markus Söder: Kurz vor einer Landtagswahl werden in den Regionen Bayern Versprechungen gemacht, um die Leute zu besänftigen und zur Wahl der CSU aufzurufen und nach der Wahl wird das Versprechen auf die lange Bank geschoben – jetzt sogar klammheimlich auf eine noch längere Bank. Das ist schlechter Stil und eine herbe Enttäuschung für Augsburg und Kempten.
Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Söder-Regierung gab es schon länger. Nun drängt sich der Eindruck auf, dass diese Verschiebung von langer Hand geplant war: Im aktuellen Doppel-Haushaltsentwurf 2026/27 sind keinerlei Gelder für die Landesausstellung eingestellt, obwohl dies in früheren Jahren im Vorfeld der Fall war. Statt 2028, wie ursprünglich angekündigt, wird es jetzt mindestens 2033. Die Verschiebung jetzt mit dem Neubau des Römermuseums zu begründen ist ein schlechter Witz. Die ungelöste Römerproblematik in Augsburg ist seit 15 Jahren bekannt und die ja ohnehin schon einmal verschobene Landesausstellung wäre wenigstens ein Lichtblick gewesen und hätte dem römischen Erbe in Augsburg und Kempten die verdiente Sichtbarkeit gegeben.“