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Mehr Schutz vor Hitze: Kommunen brauchen Unterstützung vom Freistaat

6.5.2026

 Stephanie Schuknecht: „Hitzeschutz ist zentraler Teil der öffentlichen Gesundheitsvorsorge und rettet im Ernstfall Leben.“

Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags fordert Stephanie Schuhknecht die Staatsregierung auf, deutlich mehr Anstrengungen beim Schutz der Bevölkerung vor starker Hitze zu unternehmen:

„Extreme Hitze ist längst kein Ausnahmeereignis mehr. Hitzewellen dauern länger, werden intensiver, selbst in den Nächten kühlt es oft kaum noch ab. Dadurch heizen sich Gebäude, Straßen und Plätze immer stärker auf. Das ist eine Gefahr für viele Menschen – besonders für ältere Personen, Kinder, Schwangere, Pflegebedürftige und Menschen mit Vorerkrankungen.“

 

Gleichzeitig zeigt Augsburg bereits heute, wie wirksamer Hitzeschutz aussehen kann. Mit der Klimainsel am Martin-Luther-Platz sorgen mobile Bäume, Sträucher und Sprühnebelanlagen für Abkühlung. In sogenannten Klimaoasen werden versiegelte Flächen entsiegelt, Bäume gepflanzt und Trinkwasserangebote geschaffen. Auch in den Klimaquartieren Oberhausen und Rechts der Wertach werden Stadtteile gezielt klimaresilient weiterentwickelt.

 

„An heißen Tagen erleben wir immer wieder, wie wichtig schattenspendende Bäume, Grünflächen, Trinkwasserangebote und kühle Rückzugsorte sind. Hitzeschutz ist kein Luxus – er ist zentraler Teil der öffentlichen Gesundheitsvorsorge und rettet im Ernstfall Leben“, so Schuhknecht.

 

Viele Kommunen wissen nach Ansicht von Patrick Friedl, Sprecher für Klimaanpassung der Landtags-Grünen, längst, welche Maßnahmen notwendig wären. Häufig fehlen jedoch die finanziellen und personellen Mittel für eine konsequente Umsetzung.

 

Patrick Friedl, erklärt:

„Die Söder-Regierung lässt die Städte und Gemeinden beim Hitzeschutz weitgehend im Stich. Dabei braucht es gerade jetzt eine verlässliche und langfristige Finanzierung für Hitzeaktionspläne, Baumpflanzungen und Stadtbegrünung, Entsiegelung, Trinkwasserangebote, Verschattung und kühle Rückzugsorte. Wer hier zu wenig investiert, setzt die Gesundheit der Menschen aufs Spiel.“

 

Besonders kritisch bewertet Stephanie Schuhknecht die Situation in Einrichtungen für besonders gefährdete Menschen:

„Die Staatsregierung lässt Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen beim Hitzeschutz bislang weitgehend allein. Dabei sind gerade dort Menschen betroffen, die besonders unter Hitze leiden oder sich nicht selbst schützen können. Wir brauchen einen Hitzeschutz, der Gesundheit, soziale Gerechtigkeit und Klimaanpassung verbindet. Gesundheits-, Pflege- und Sozialeinrichtungen müssen verbindlich eingebunden, vor Ort gestärkt und ausreichend finanziert werden, damit sie besonders gefährdete Menschen wirksam vor den Folgen zunehmender Hitze schützen können.“

 

Viele der Augsburger Projekte wurden bereits in der vergangenen Wahlperiode unter Beteiligung der Grünen in der Stadtregierung angestoßen. „Solche Maßnahmen brauchen wir in ganz Bayern. Die Klimakrise lässt sich nicht wegignorieren. Die Frage ist nicht, ob weitere Hitzewellen kommen, sondern wie gut wir darauf vorbereitet sind“, so Stephanie Schuhknecht abschließend.

 

Am 11. Juni ist der bundesweite Hitzeaktionstag: www.hitzeaktionstag.de

 

Weiterführende Informationen hier:
https://patrick-friedl.de/wps/2025/07/22/klimaanpassung-hitzeschutz-und-kuehlung

Patrick Friedl, MdL, Sprecher für Klimaanpassung, Mobil 0176-29007960