Freie Schulen bei Inklusion benachteiligt – Schuhknecht fordert bessere Finanzierung
3.13.2026
Landtags-Grüne wollen Ungleichbehandlung bei Lehrerstellen im Haushalt beenden
Schulen in freier Trägerschaft leisten auch in Augsburg einen wichtigen Beitrag zur Inklusion, erhalten dafür aber keine zusätzlichen Lehrerstellen wie staatliche Schulen. Die Landtags-Grünen wollen diese Ungleichbehandlung mit einem Änderungsantrag zum Doppelhaushalt 2026/2027 beenden und die Finanzierung freier Grund- und Mittelschulen verbessern.
Stephanie Schuhknecht erklärt:
„Auch in Augsburg übernehmen Schulen in freier Trägerschaft Verantwortung für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Dazu gehören etwa die Bischof-Ulrich-Grundschule, die Lichtenstein-Rother-Schule oder die Franz-von-Assisi-Schule. Es ist nicht nachvollziehbar, dass diese Schulen schlechter ausgestattet werden als staatliche Schulen. Wer Inklusion will, muss die Finanzierung so gestalten, dass sie an allen Schulen funktioniert.“
„Auch in Augsburg übernehmen Schulen in freier Trägerschaft Verantwortung für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Dazu gehören etwa die Bischof-Ulrich-Grundschule, die Lichtenstein-Rother-Schule oder die Franz-von-Assisi-Schule. Es ist nicht nachvollziehbar, dass diese Schulen schlechter ausgestattet werden als staatliche Schulen. Wer Inklusion will, muss die Finanzierung so gestalten, dass sie an allen Schulen funktioniert.“
Der Hintergrund: Staatliche Grundschulen erhalten mit dem Profil „Inklusion“ bis zu 23 zusätzliche Lehrerwochenstunden (LWS), um Kinder mit besonderem Förderbedarf zu unterstützen. Privaten Grund- und Mittelschulen wird dieses Profil bislang nicht zuerkannt, sodass sie keine zusätzlichen Lehrerstellen erhalten. Das Kultusministerium geht davon aus, dass der Mehraufwand bereits in der allgemeinen Pauschale für staatlich genehmigte oder staatlich anerkannte Ersatzschulen enthalten ist.
Der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Christian Zwanziger, kritisiert:
„Die Realität in den Klassenzimmern hat sich längst verändert. Freie Schulen übernehmen vielerorts Verantwortung bei der Inklusion, die aktuelle Finanzierung bildet den zusätzlichen Aufwand für Förderung und Differenzierung aber nicht ab. Wer Inklusion ernst meint, darf freie Träger nicht schlechter stellen.“
„Die Realität in den Klassenzimmern hat sich längst verändert. Freie Schulen übernehmen vielerorts Verantwortung bei der Inklusion, die aktuelle Finanzierung bildet den zusätzlichen Aufwand für Förderung und Differenzierung aber nicht ab. Wer Inklusion ernst meint, darf freie Träger nicht schlechter stellen.“
Die Grünen fordern deshalb, die gesetzliche Pauschale für freie Grund- und Mittelschulen systemgerecht anzuheben. Jede dieser Schulen soll rechnerisch rund 14 zusätzliche Lehrerwochenstunden erhalten, um den Mehraufwand für Inklusion abdecken zu können. Dafür sollen im Doppelhaushalt 2026/2027 insgesamt 10,1 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt werden.
„Die Staatsregierung betont gerne, wie wichtig ihr der bayerische Weg der Inklusion ist. Dazu gehört aber auch, dass die Finanzierung dort ankommt, wo die Kinder lernen – unabhängig davon, ob die Schule staatlich oder in freier Trägerschaft geführt wird“, so Schuhknecht abschließend.