Echte Förderung für Frauen in Forschung und Lehre
3.17.2026
Die Grüne Landtagsfraktion fordert mit einem Haushaltsantrag die Staatsregierung auf, die geplanten Kürzungen für das bayernweite Stipendienprogramm zur Frauenförderung in der Wissenschaft zurückzunehmen.
In Bayern liegt der Frauenanteil bei Professuren bei lediglich 26 %, wobei er sich in den vergangenen Jahren erhöht hat – Fortschritte, die durch die Kürzungen der Gelder zunichtegemacht werden könnten.
Auch den Hochschulstandort Augsburg trifft das Thema. Stephanie Schuhknecht betont: „Gleichstellung ist auch an unseren beiden Augsburger Hochschulen noch lange nicht erreicht. An der Universität Augsburg sind lediglich 26,64 % der Professuren von Frauen besetzt, an der Technischen Hochschule Augsburg sind es nur 23,03 %. Daher braucht es dringend weiterhin gut ausgestattete Programme, die dem entgegenwirken.“
„Die Staatsregierung ist durch das Hochschulinnovationsgesetz verpflichtet, auf die Parität bei Professuren hinzuarbeiten und Frauen in der Wissenschaft zu stärken. Bis hier Gleichstellung erreicht ist, ist es noch ein weiter Weg. Dass jetzt bei einem zentralen Instrument der Gleichstellung gekürzt werden soll, ist ein fatales Signal“, so Julia Post, frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag.
Durch das Programm zur „Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre“ werden seit 2008 Wissenschaftlerinnen während der Promotions-, Postdoc- und Habilitationsphase gefördert. Voraussetzung ist zudem, dass die Frauen eine akademische Laufbahn mit dem Ziel einer Professur in Deutschland anstreben.
„Die Kürzungen müssen zurückgenommen werden“, fordert die wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion, Verena Osgyan. „Gute Bedingungen in der Wissenschaft sind ein Standortfaktor. Hierzu gehört auch ein aktives Hinarbeiten auf die Gleichstellung.“