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Ausverkauf unseres Trinkwassers vorerst gestoppt

3.28.2023

Augsburg & Schwaben
Landtag
Pressemitteilung

Die Rücknahme mehrerer Anträge von CSU und FW zum Landesentwicklungsprogramm, die eine Nutzung unseres Grundwassers auch für kommerzielle Zwecke ermöglicht hätte, kommentiert Stephanie Schuhknecht, Grüne Abgeordnete aus Augsburg, so:

„Söder rudert zurück. Wir GRÜNE haben wochenlang vor dem Ausverkauf unseres Trinkwassers gewarnt. Jetzt verkündet der Ministerpräsident höchstpersönlich, dass die Anträge von CSU und FW zum Landesentwicklungsprogramm „nicht mehr aktuell“ seien. Immerhin scheint diese Gefahr nun gebannt. Dennoch: Söders Lobeshymnen auf den Trinkwasserschutz in Bayern sind dreiste Schönfärberei. Im Freistaat sind nur fünf Prozent der Landesfläche Wasserschutzgebiete, andere Länder haben bis zu 20 Prozent dafür ausgewiesen. Einen runden Tisch ankündigen. Den Wassercent ankündigen. Eine Wasserstrategie ankündigen. Anstatt einer Ankündigungs-Maschine brauchen wir einen Ministerpräsidenten, der sein Handwerk versteht und anpackt.“

Gerade als UNESCO-Wasserstadt muss Augsburg sich besonders bemühen dieses Erbe und vor allem das Trinkwasser für die kommenden Generationen zu sichern. Stephanie Schuhknecht: „Das vom Stadtrat im Mai 2022 beschlossene Klimawandelanpassungskonzept ist eine gute Datengrundlage und beinhaltet auch konkrete Handlungsfelder und -empfehlungen. Wenn die Staatsregierung es mit dem Trinkwasserschutz wirklich ernst meint, müssen aber in allen Kommunen solche Maßnahmen nicht nur erarbeitet, sondern auch konkret umgesetzt werden. Nur mit mehr Förderung durch den Freistaat können die Städte beispielweise Starkregengefahrenkarten oder konkrete klimaresiliente Quartiere bzw. Schwammstädte auch wirklich stemmen. Für eine bayernweite Regeneration des Grundwassers brauchen wir aber vor allem mehr Wasserschutzgebiete, ein Wasserentnahmekataster und nicht zuletzt den Wassercent, um echte Anreize zum Wassersparen zu setzen.“