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Niedrigwasserlage in Schwaben spitzt sich zu

8.3.2026

Augsburg & Schwaben
Pressemitteilung

Grüne Landtagsfraktion legt 10-Punkte-Plan zum Wasserschutz vor

Angesichts der anhaltenden Niedrigwasser- und Dürresituation sieht Stephanie Schuhknecht dringenden Handlungsbedarf. Die Landtags-Grünen haben dazu einen umfassenden 10-Punkte-Plan (Anhang) für den Schutz von Trinkwasser, Gewässern und Landschaftswasserhaushalt in den Bayerischen Landtag eingebracht.

„Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Die Klimakrise verändert auch in Schwaben unseren Wasserhaushalt. Jetzt müssen wir die richtigen Weichen stellen, um unsere Wasserressourcen langfristig zu sichern“, erklärt Stephanie Schuhknecht.

Schwaben gehört zu den besonders stark von der Trockenheit betroffenen Regionen Bayerns. Das Niederschlagsdefizit von März bis Juni 2026 war hier so hoch wie nie zuvor seit Beginn der 94-jährigen Messreihe. Auch bayernweit ist die Lage angespannt: Nach dem aktuellen Niedrigwasser-Lagebericht des Bayerischen Landesamts für Umwelt weisen 81 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen und 74 Prozent der tieferen Grundwassermessstellen niedrige Wasserstände auf. Rund 65 Prozent der Flusspegel liegen unter dem langjährigen mittleren Niedrigwasserabfluss und werden als „sehr niedrig“ eingestuft.

Situation in Schwaben zunehmend kritisch

Besonders im südlichen Schwaben verzeichnen viele Wasserversorger einen deutlichen Rückgang des Wasserdargebots. Teilweise mussten Brunnen bereits außer Betrieb genommen werden. Bei anhaltender Trockenheit rechnet das Landesamt für Umwelt mit weiteren Ausfällen. Einige Wasserversorger rufen deshalb bereits zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser auf.

Patrick Friedl, Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung der Grünen-Landtagsfraktion, erklärt: „Statt einen Fokus auf Fernwasserversorgung – Markus Söder spricht von einer ‚Megaleitung von Süden nach Norden‘ – zu setzen, braucht Bayern vor allem mehr Wasserrückhalt in der Fläche und einen besseren Schutz der Grundwasserreserven. Bei der Wassergesetznovelle 2025 hat die Staatsregierung die Chance verpasst, die Wasserzukunft Bayerns langfristig zu sichern.“

Der 10-Punkte-Plan der Landtags-Grünen umfasst unter anderem eine bayernweite Wassersparoffensive, einen Krisenstab für akute Niedrigwasserlagen, den Ausbau von Wasserschutzgebieten, die Modernisierung der kommunalen Wasserinfrastruktur sowie die Stärkung von Schwammstädten und Schwammlandschaften.

Staatsregierung muss jetzt entschlossen handeln

„Die Frage lautet nicht mehr, ob Bayern von Wasserknappheit betroffen sein wird. Die Frage lautet, wie wir mit den sich verschärfenden Trockenheiten und Dürren umgehen. Damit auch in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren noch selbstverständlich gilt: Hahn auf, Wasser fließt. Dafür braucht es jetzt entschlossenes Anpacken statt weiterer Ankündigungen“, so Stephanie Schuhknecht abschließend.