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Grüne Schwaben fordern Stopp der Zugstreichungen zwischen Augsburg und München 

9.28.2026

Augsburg & Schwaben
Pressemitteilung
Resolution für den Erhalt des Regionalverkehrs und mehr Kapazitäten auf der Strecke verabschiedet 
Die Grünen Schwaben fordern mit einer Resolution die vollständige Rücknahme der geplanten Streichungen im Regionalverkehr zwischen Augsburg und München. Nach derzeit bekannten Planungen könnten ab 2028 täglich zwölf Regionalzugverbindungen entfallen. In den Hauptverkehrszeiten könnte die Zahl der Regionalzüge von derzeit drei bis vier auf maximal zwei Züge pro Stunde und Richtung sinken. Gleichzeitig sind 19 zusätzliche Fernverkehrsfahrten vorgesehen.

Stephanie Schuhknecht, Augsburger Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag:

„Die Bahnstrecke Augsburg–München ist eine Lebensader für unsere gesamte Wirtschaftsregion. Unternehmen brauchen gute Erreichbarkeit und Beschäftigte müssen zuverlässig an ihren Arbeitsplatz kommen. Ausgerechnet dort Regionalzüge zu streichen, wo die Nachfrage in den kommenden Jahren besonders stark wachsen wird, ist verheerend und widerspricht dem eigenen Ziel des Freistaats, die Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr zu verdoppeln. Unsere starke Wirtschaftsregion braucht eine Verkehrsinfrastruktur, die unseren Standort stärkt und nicht schwächt.“

Cemal Bozoğlu, Augsburger Landtagsabgeordneter:

„Für Augsburg sind diese Kürzungen nicht hinnehmbar. Viele Augsburgerinnen und Augsburger fahren täglich mit dem Regionalzug nach München. Es darf nicht passieren, dass Regionalzüge gestrichen werden, um Platz für zusätzliche Fernzüge zu schaffen, für die das Deutschlandticket nicht gilt.

Eine im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums erstellte Prognose zählt die Achse Augsburg–München zu den bundesweit sieben Bahnknoten und Linien mit den größten erwarteten Fahrgastzuwächsen im Nahverkehr.

Lena Eichner und Constantin Jahn, Sprecherinnen des Bezirksverbandes der Grünen Schwaben:

„Die Verbindung Augsburg–München ist die zentrale Schienenachse für Schwaben Richtung Landeshauptstadt. Wer hier Regionalzüge streicht, trifft Pendlerinnen und Pendler weit über Augsburg hinaus. Es kann nicht sein, dass der Fernverkehr ausgebaut wird und der Regionalverkehr dafür zurückstecken muss. Mehr Fahrgäste müssen zu mehr und nicht zu weniger Kapazität im Regionalverkehr führen.“

Die schwäbischen Grünen-Landtagsabgeordneten hatten sich bereits in Schreiben an DB InfraGO und Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter gegen die Streichungen positioniert. Mit der Resolution stellt sich nun der gesamte Bezirksverband hinter diese Forderung und begrüßt zugleich das Veto des Freistaats. Neben der vollständigen Rücknahme der Streichungen soll gemeinsam mit Freistaat und Arverio ein Ausbaupfad für die Strecke erarbeitet werden. Auch die Bundesregierung müsse ihren Einfluss geltend machen, damit zusätzliche Fernverkehrsfahrten nicht zulasten des Regionalverkehrs gehen.