Bahnprojekt Ulm-Augsburg: Brauchen auch spürbaren Fortschritt im Nahverkehr

Bahnprojekt Ulm-Augsburg: Brauchen auch spürbaren Fortschritt im Nahverkehr

Das Schienen-Projekt Ulm-Augsburg nimmt konkretere Formen an. Diesen Freitag will die Bahn (in Person des Konzernbevollmächtigten Klaus-Dieter Josel) erste Ergebnisse ihrer Planungen vorstellen. Im Kern soll es darum gehen, welche Trassierungsräume sich abzeichnen und welche Anforderungen – auch im Hinblick auf den sogenannten Deutschlandtakt – der Streckenaus- und -Neubau erfüllen muss.

Dazu habe ich mich gemeinsam mit meinen Kollegen Cemal Bozoglu und Max Deisenhofer in einer Pressemitteilung geäußert:

„Gut, dass der Fortschritt endlich sichtbar wird. Ich erhoffe mir, dass der Dialog mit der Region jetzt eine konkrete Grundlage erhält“, sagt der Grünen-Abgeordnete Max Deisenhofer, der im Juli gemeinsam mit Kolleginnen und Kolleginnen seiner Fraktion das Planungsbüro der Bahn aufgesucht hatte. „Mit diesem wichtigen Fernverkehrsprojekt muss aber ein spürbarer Fortschritt im Nahverkehr einhergehen. Nur so bekommen wir die breite Zustimmung unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Deisenhofer.

Landtagskollegin Stephanie Schuhknecht, Teil eines eigens einberufenen Projektkoordinierungsrates, wünscht sich eine offene Debatte, was den Trassenverlauf angeht: „Wir sollten unsere persönlichen Vorlieben und Vorfestlegungen spätestens jetzt hintenanstellen und der nicht einfachen Diskussion Raum geben. Der größtmögliche Nutzen für alle ist das Ziel, wobei der Eingriff in die Natur so gering wie nur möglich ausfallen muss.“

Cemal Bozoglu, Grünen-Abgeordneter aus Augsburg, sieht in einer Fahrtzeit-Verkürzung auf bis zu 26 Minuten zwischen den Städten Ulm und Augsburg einen echten Mehrwert in der Verkehrswende: „Wir müssen Bahnfahren attraktiver machen und das machen wir, wenn das Reisen mit dem Zug schneller geht. Insgesamt brauchen wir mehr Geld für die Schiene und weniger für den Straßenbau – egal, ob im Nah- oder Fernverkehr.“

Augsburg muss tierversuchsfrei bleiben: Große Demo am 17.10.

Augsburg muss tierversuchsfrei bleiben: Große Demo am 17.10.

“Ärzte gegen Tierversuche” will neues Tierlabor verhindern: Mit einer großen Demo am Samstag, den 17.10. protestiert der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche gemeinsam mit einem Bündnis aus verschiedenen Tierschutzvereinen gegen den Bau eines neuen Tierversuchslabors der Uniklinik Augsburg. Die Stadt war bislang tierversuchsfrei und das soll auch so bleiben, so die Forderung. Die 35 Millionen Euro teure Anlage soll für die Erforschung tierversuchsfreier Methoden umgewidmet werden.

Am neuen Medizin-Campus der Universitätsklinik Augsburg ist eine „Versuchstier“haltung mit 7.800 Käfigen für etwa 23.400 Mäuse geplant. Die Haltung anderer Tiere außer Affen soll auch ermöglicht werden. Inbetriebnahme ist für 2027/2028 vorgesehen. Die Kosten von 35 Millionen Euro trägt der Steuerzahler.

Seit Bekanntwerden der Pläne Anfang 2020 macht der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche dagegen mobil – mit Stellungnahmen, Öffentlichkeitsarbeit, regelmäßigen Mahnwachen und einer inzwischen 24.400 Unterschriften zählenden Online-Petition. Mitveranstalter der Demonstration am 17.10. sind der Tierschutzverein Augsburg und Umgebung, ATTiS und AG Tierrechte.

Als Vorsitzende des Augsburger Tierschutzvereins bin ich als Rednerin mit dabei.

Einladung zu Interviews und Fototermin

Termin: Samstag, 17.10.2020

Start Demozug: 12 Uhr Rathausplatz

Ende Demozug und Kundgebung: ab ca. 13.30 Uhr Ulrichsplatz


Programm Kundgebung:

– Daniela Böhm (Autorin)

– Stephanie Schuhknecht (Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V.)

– Dr. med. Rosmarie Lautenbacher (Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

– Dr. med. Andreas Ganz (Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

– Musikalischer Beiträge:

– Tina Schüssler (Rock-Sängerin, 3-fache Weltmeisterin im Boxen)

– Samba-Gruppe pica-pau (während des Demozugs)

Bahnprojekt Ulm-Augsburg: Brauchen auch spürbaren Fortschritt im Nahverkehr

Pressemitteilung zur Paartalbahn

Der Bahnverkehr auf der Paartalbahn droht sich zu verschlechtern. Dazu habe ich als Augsburger Abgeordnete gemeinsam mit Claudia Roth, MdB, eine Pressemitteilung veröffentlicht. Ich fordere eine ausreichende Bahninfrastruktur, in der die Region nicht abgehängt wird:

Pressemitteilung

Zur drohenden Verschlechterung des Bahnverkehrs auf der Paartalbahn erklären die Augsburger Abgeordneten Claudia Roth, MdB und Stephanie Schuhknecht, MdL:

„Im Rahmen der Planungen zur Einführung des Deutschlandtakts wurde nun bekannt, dass eine Ausdünnung und somit eine Verschlechterung im Bereich des Regionalverkehrs zwischen Augsburg Friedberg droht. Bisher verkehrt die Paartalbahn von Augsburg bis Friedberg im 15-Minuten-Takt und weiter bis Aichach im 30-Minuten-Takt. Der aktuelle Entwurf des Zielfahrplans 2030+ sieht eine Ausdünnung vor: die Züge sollen bis Friedberg nur noch im 30-Minuten-Takt verkehren. Als Augsburger und schwäbische Abgeordnete, die den Ausbau des Schienenverkehrs und vor allem des Regio-Schienen-Takts seit Jahren begleiten, können wir diese Vorgehensweise nicht nachvollziehen und erwarten Verbesserungen und keine Verschlechterungen. Denn wir diskutieren seit langem über den Regio-Schienen-Takt und fordern eine Taktverdichtung nach Aichach auf 15 Minuten. Diese nun geplante doppelte Rolle rückwärts ist daher absolut nicht nachvollziehbar.“

Claudia Roth und Stephanie Schuhknecht haben deshalb in einem Schreiben das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr aufgefordert, offenzulegen, welchen Bedarf der Freistaat Bayern durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) für den Zielfahrplan zum Deutschlandtakt auf der Strecke Augsburg-Aichach angemeldet habe. Falls ein durchgängiger 15-Minuten-Takt angemeldet wurde, müsse geklärt werden, warum dieser nicht aufgenommen werden konnte.

„Wir fordern volle Transparenz darüber, welche Züge und Taktungen durch den Freistaat Bayern für den Deutschlandtakt angemeldet worden sind. Sollte die gleichzeitige Realisierung des Deutschlandtakts auf der Strecke Ulm-Augsburg-München und des 15-Minuten-Takts auf der Strecke Augsburg-Aichach an der bestehenden Infrastruktur scheitern, müssen Überlegungen folgen, wo und in welcher Form ein Ausbau der Infrastruktur erfolgen kann, um beides zu gewährleisten, beispielsweise durch ein Überwerfungsbauwerk oder andere baulichen Maßnahmen. Der Deutschlandtakt ist aus unserer Sicht ein richtiger und wichtiger Schritt, gerade um den Bahnverkehr gegenüber dem Flugverkehr attraktiver zu machen. Wenn für die Realisierung des Deutschlandtakts aber Regionalverbindungen gekappt werden müssen, dann ergibt das aus unserer Sicht in der Gesamtschau nur wenig Sinn. Wir benötigen in der Region eine ausreichende Bahninfrastruktur um Fernverkehr, Nahverkehr und Güterverkehr ohne gegenseitige Verdrängung ermöglichen zu können.“ fordern Roth und Schuhknecht.

Corona als Chance? – Wie Augsburger Startups reagieren

Corona als Chance? – Wie Augsburger Startups reagieren

Seit März hat Corona unsere Leben und die Wirtschaft auf den Kopf gestellt. Gerade auch für junge Unternehmen eine herausfordernde Situation. Bei der Veranstaltung kommen daher unterschiedliche Startups zu Wort:

Wie geht es jungen Unternehmen in der Krise? Was braucht es jetzt, damit die Augsburger Gründerszene nicht vertrocknet?

Darüber unterhalten sich Stephanie Schuhknecht, Sprecherin für Startups und Gründerszene der GRÜNEN Landtagsfraktion, Anahit Chachatryan von Amore Augsburg und Stefan Schimpfle vom aiti Raum mit verschiedenen Gründern und Gründerinnen aus Augsburg: Mit dabei sind unter anderem Linda Mayr, Co-Founder der Planstack GmbH, FarmAct, Alexandre Jaeg von Robin Zug und Katharina Kasarinow von Not Yet Visible.

Der Talk wird live aus dem Roots gestreamt. Dabei bleibt auch viel Zeit für Fragen von Zuschauer:innen.

Anschub Bayern – unser Konzept für Startups

Anschub Bayern – unser Konzept für Startups

Letzte Woche hat die Grüne Landtagsfraktion auf der Herbstklausur ein Konzeptpapier beschlossen, wie die bayerische Startupszene noch besser gefördert werden kann.

Hier haben wir viele Ideen und gerade jetzt wichtige Maßnahmen zusammen getragen: Um endlich eine zielgenaue Förderung und passgenaue Lösungen für Gründer*innen in Bayern zu finden, fordern wir die zügige Erstellung eines neuen und umfassenden bayerischen Existenzgründungsmonitors. Wir wollen bestehende Potentiale besser nutzen und schaffendaher bessere Bedingungen und Beratungsangebote für Frauen, Migrant*innen und Menschen ohne akademische Abschlüsse. Wie in allen Bereichen ist uns klar, dass nur nachhaltiges Wirtschaften Zukunft hat. Daher fördern wir besonders Gründungen, die ihren Fokus auf sozialen Mehrwert und Nachhaltigkeit legen. Wir erleichtern den Zugang zu staatlich geförderter Beratung und unterstützen Crowdfunding. Gründergeist soll gestärkt werden – daher setzen wir auf den Bildungs- und Hochschulbereich.

Alle Vorschläge sind in aller Länge hier zu finden.

Pressemitteilung: Innovationsstrategie konsequent umsetzen

Pressemitteilung: Innovationsstrategie konsequent umsetzen

Heute hat der bayerische Ministerpräsident Söder in einer Pressekonferenz verkündet, dass er Wasserstofftechnologie in Augsburg fördern will. Mit 900 Millionen zusätzlich für innovative Technologien verspricht Ministerpräsident nun das, was Grüne seit langem fordern: Investitionen in die Zukunft!

Ein guter Teil davon soll auch Augsburg zugutekommen. Hierzu habe ich mich in einer Pressemitteilung wie folgt geäußert:

„Besonders freut mich, dass mit dem zusätzlichen Wasserstoffschwerpunkt in Augsburg eine grüne Oppositionsidee zur Umsetzung kommt. Mit der Hightech-Agenda Plus setzt Söder endlich um, was wir seit langem fordern: Endlich in neue Technologien zu investieren und auf die Zukunft zu setzen. Damit das nun auch wirklich klappt, muss die Regierung aber auch eine glaubhafte Kehrtwende in diese Richtung machen. Gleichzeitig weiterhin viel Geld in alte Strukturen und Technologien wie Verbrenner zu stecken, kann nicht gut gehen. So ganz glaube ich noch nicht, dass die Regierung es mit der Wende zur Innovation tatsächlich ernst meint. Wie die letzte Zeit immer wieder gezeigt hat, stellen sich nicht alle von Söders großspurigen Versprechungen als wirklich durchdachte Strategie heraus und scheitern dann an der konkreten Umsetzung. Beispiele hierfür lassen sich viele finden: Sei es bei dem Antragsverfahren für die Corona-Soforthilfen, der Außenstelle der Landeszentrale für politische Bildung in Augsburg oder dem Testdebakel an den bayerischen Grenzen, Flughäfen und Bahnhöfen. Für die Augsburger Wirtschaft bleibt zu hoffen, dass dieser großspurigen Ankündigung auch Taten folgen, die unseren Standort zukunftsfest machen.“