Am 08.03.2021 war Weltfrauentag!

Am 8. März findet der internationale Frauentag statt und symbolisiert als Aktionstag den Kampf für Gleichberechtigung und Emanzipation seit über 100 Jahren. Aus diesem Grund kamen wir am Montag, den 08.03.2021, am Rathausplatz in Augsburg zusammen, um so als Frauen für Frieden zu demonstrieren.

Dieses Jahr verlegten die GRÜNEN neben lokalen Aktionen ihren Protest für Gleichberechtigung ins Internet. Auch ich habe an der Augsburger Aktion #Frauenstimmen teilgenommen und so meine Vision für eine gleichberechtigte Gesellschaft zum Ausdruck gebracht. Vor allem Alleinerziehende dürfen nicht alleingelassen werden in dieser schwierigen Zeit.

Die Corona-Krise hat weitreichende Auswirkungen für unsere ganze Gesellschaft: Die Auswirkungen auf unser Familien- und Sozialleben sowie die Arbeitswelt sind deutlich zu spüren mit erheblichen Folgen vor allem für Frauen. Die Krise zeigt nochmal deutlicher die tiefen Geschlechterungleichheitsstrukturen in unserer Gesellschaft, die dafür sorgen, dass Frauen im Vergleich zu Männern größere Verantwortung für Sorgearbeit tragen (Gender-Care-Gap), häufiger in Teilzeit arbeiten (Gender-Time-Gap) und schlechter entlohnt werden (Gender-Pay-Gap). Während der Corona-Pandemie hat sich die Aufgabenverteilung durch die verstärkte Übernahme von Hausarbeit, Kinderbetreuung oder auch Homeschooling zu Ungunsten der Frauen weiter verschoben. Und gleichzeitig hat sich gezeigt wie sehr unser gesellschaftliches Zusammenleben und unser Wohlstand auf der Arbeit von Frauen beruht, insbesondere im Care-Bereich und systemrelevanten Berufen.
Aus diesem Grund haben wir als GRÜNE Fraktion am 24.02.2021 wieder einen Antrag zum Thema Geschlechtergerechtigkeit im Bayerischen Landtag gestellt, um eine Studie zur Erforschung der regionalen geschlechtsspezifischen Auswirkungen der andauernden Corona-Pandemie zu initiieren. Ziel dieser Studie ist es die politischen und gesellschaftlichen Handlungsmöglichkeiten zu prüfen und so in Zukunft Auswirkungen zu Lasten von Frauen vorzubeugen.

Denn die geschlechterspezifische Ungleichheit muss bekämpft werden mit politischen Maßnahmen, um die Gender-Gap endlich effektiv zu schließen und Frauen zu entlasten. Dazu fordern wir

  • gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit,
  • den Ausbau der institutionellen Kinderbetreuung,
  • die Förderung besserer Vereinbarkeitsmodelle von Familie und Beruf,
  • die Aufwertung der sozialen Dienstleistungsberufe,
  • die Förderung der Frauenquote,
  • die Steuergutschrift für Alleinerziehende,
  • die Gewährleistung von legalen, sicheren und kostenfreien Schwangerschaftsabbrüchen,
  • die bessere Finanzierung für Frauenhäuser und
  • mehr Frauen in den Parlamenten.

Die Corona-Krise gibt Anlass nicht nur über Gleichberechtigung zu reden, sondern auch uns aktiv als GRÜNE für dieses Thema einzusetzen – und das nicht nur am feministischen Kampftag.