Stephanie Schuhknecht, Mitglied des Bayerischen Landtags, und Dr. Deniz Anan, mobilitätspolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, kommentieren die nun auch für den Fahrradverkehr geltenden Maskenpflicht in Augsburg.

Stephanie Schuhknecht, Landtagsabgeordnete aus Augsburg, fordert eine Gleichbehandlung der Verkehrsteilnehmer*innen: „Fährt eine weitere haushaltsfremde Person mit im Auto, wird das Tragen einer Mund-Nasen- Bedeckung von der Staatsregierung nur empfohlen. Es wird außerdem explizit darauf hingewiesen, dass durch die Mund-Nasen-Bedeckung die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigt werden darf, etwa durch ein Beschlagen der Brille. Die gleiche Problematik besteht auch bei Fahrradfahrer*innen. Gerade bei winterlichen Temperaturen entsteht durch beschlagene Brillengläser auch ein Unfallrisiko. Es sollte also auf Landesebene auch für diesen Fall eine Ausnahme für Fahrradfahrer*innen geben. Es wäre wünschenswert hier Infektionsschutz und Verkehrssicherheit miteinander zu vereinen und eine pragmatische Lösung zu finden. Dass das Problem inzwischen parteiübergreifend gesehen wird, stimmt mich zuversichtlich.“

Dr. Deniz Anan, mobilitätspolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ergänzt: „Leider sieht das Landesrecht derzeit keine allgemeine Ausnahme des Fahrradverkehrs von der Maskenpflicht vor. Daher sollten wir in Augsburg ausloten, wie wir die Maskenpflicht im Fahrradverkehr, die bislang von keiner Seite gewünscht wurde, zumindest lockern können – zum Beispiel durch eine Überarbeitung der städtischen Allgemeinverfügung, die die Bereiche, in denen Maskenpflicht gilt, festlegt.

Der ADFC-Vorschlag, Radfahrspuren im Fahrbahnbereich aus dem Maskenpflicht-Gebiet zu nehmen, ist überlegenswert, wirft aber auch neue Fragen auf, z.B. danach, was dann für Fußgängerinnen und Fußgänger gilt, die den Fahrbahnbereich queren.“