Landwirtschaft in der Fläche braucht Schulen in der Fläche

Auch nach Ablehnung einer Petition zum Erhalt der Landwirtschaftsschule in Stadt-bergen durch die Regierungsfraktionen bleiben die GRÜNEN bei ihrer Kritik an der Schließung.

„Die Ablehnung der Petition ist eine schwere Enttäuschung, gerade auch, weil die Schüler*innenanmeldungen im laufenden Jahr wieder gestiegen waren. CSU und FW waren aber zu keinerlei Kompromiss bereit, obwohl sie sich doch nach außen beide gerne als Partei der Landwirte darstellen. Allein die Stadt Augsburg sowie die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg haben zusammen über 2600 landwirtschaftliche Betriebe. Um diese Betriebe erhalten zu können und sie fit für die großen Herausforderungen einer nachhaltigeren Landwirtschaft zu machen, brauchen wir unbedingt auch eine Landwirtschaftsschule vor Ort!“ so die Augsburger Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Petitionsausschusses Stephanie Schuhknecht.

Gisela Sengl, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, ergänzt: „Unser Kompromiss wäre gewesen, sich die Schüler*innenzahlen die nächsten zwei Jahre anzuschauen und erst dann final zu entscheiden. Diese zwei Jahre wären auch für die Schule eine Chance gewesen, sich Konzepte und Angebote zu überlegen, damit die Schule attraktiver wird. Die Regierungsfraktionen haben sich aber auch darauf nicht einlassen wollen. Wir finden, das ist alles andere als eine glaubwürdige Landwirtschaftspolitik, denn wer die Vielfalt und die Vielzahl der bayerischen Landwirtschaftsbetriebe erhalten will, muss auch jeden Schulstandort erhalten und weiterhin Schulen in der gesamten Fläche Bayerns vorhalten. Wir werden der Staatsregierung hier auch weiterhin kritisch auf die Finger schauen und die weiteren von Schließung bedrohten Standorte vernetzen und in ihrem Kampf unterstützen.“