Eine Anfrage zum Plenum der Abgeordneten Stephanie Schuhknecht (brachte die aktuelle Erkenntnis, dass der geplante Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Heretsried und Emersacker mit Baukosten von über 10 Mio. Euro völlig überteuert und noch dazu ökologischer Wahnsinn wäre.

Stephanie Schuhknecht: „Wir Grüne fordern eine einfache Deckensanierung der Staatsstraße 2036, die nicht nur deutlich günstiger wäre, sondern darüber hinaus auch weder zusätzliche Fläche versiegeln, noch den dort sehr artenreichen Natur-raum zerstören würde. Die aktuellen Ausbaupläne würden die Straße gerade einmal um 50 bis max. 100cm verbreitern und eine enge S-Kurve zwischen Emersacker und Lauterbrunn etwas abflachen. Das alles aber zum Preis von zahlreichen Fällungen alter und landschaftsprägender Bäume, enormer Fläche und der teilweisen Zerstö-rung von Lebensraum seltener Tierarten wie beispielweise der Gelbbauchunke. Das alles steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Die Verkehrssicherheit im Bereich der S-Kurve könnte auch durch eine völlig kostenfreie Geschwindigkeitsbegrenzung ver-bessert werden. Der im aktuellen Ausbauplan vorgesehene Radweg kann verkehrs-sicher und kostensparend auch auf einer anderen Wegeroute realisiert werden. Wir fordern die Staatsregierung auf, die Ausbaupläne ad acta zu legen und an diesem Streckenabschnitt endlich einmal zu zeigen, dass Straßensanierung in Zeiten des Ar-ten- und Klimaschutzes auch anders geht!“

Max Deisenhofer, Abgeordneter aus dem Landkreis Augsburg, ergänzt: „Dass die Staatsregierung die Staatsstraße bei einer Sanierung unbedingt ausbauen will, ist absoluter Wahnsinn. Dadurch wird mit Steuergeldern die Landschaft zerstört und enorme Fläche versiegelt. Im Landschaftsschutzgebiet Augsburg Westliche Wälder können wir das auf keinen Fall akzeptieren. Wir Grüne fordern eine andere Logik: Straßensanierungen, die ohne zusätzlichen Flächenverbrauch und mit den geringst-möglichen Eingriffen in die Natur geplant werden, sollten prioritär und am schnellsten umgesetzt werden. Das wäre echtes Flächensparen und echter Natur- und Klima-schutz, den sich die Söder-Regierung ja so gerne ans Revers heftet.“