Bis 2028 soll auf dem neuen Medizin Campus in Augsburg ein Tierversuchszentrum für 35 Millionen Euro gebaut werden. Mit einer Petition will die Organisation „Ärzte ohne Tierversuche“ dies verhindern. Auch der Tierschutzverein Augsburg unterstützt diese Forderung: Augsburg soll tierversuchsfrei bleiben!

Als Mitglied im Vorstand des Tierschutzvereins war es mir ein großes Anliegen mich in der Pressekonferenz des Tierschutzvereins für die Petition einzusetzen.

Obwohl es die Zielsetzung gibt, weniger Tierversuche durchzuführen, sinkt die Zahl nur schleppend. Deutschlandweit wurden allein im letzten Jahr drei Millionen Tiere für Tierversuche „verbraucht“. In manchen wenigen Bereichen wie der Erforschung von Medikamenten gibt es bislang nur bedingt andere Möglichkeiten. Doch in vielen Bereichen gibt es Alternativen, wie die Arbeit mit Zellkulturen oder computergestützten Modellen. Leider wird in die Erforschung derartiger Alternativen noch zu wenig Geld investiert.

Das Ziel muss sein, Tierversuche konsequent zu reduzieren und sie langfristig überflüssig zu machen. Da das Zentrum erst für 2028 geplant ist, wird sich die Forschung in diesen Jahren noch stark verändern. Auch wenn jetzt Tierversuche in Bereichen noch nötig sind, sollte, statt Tierversuche weiter auszubauen, stärker daran gearbeitet werden, dass sie künftig nicht mehr nötig sind.

Die Augsburger Allgemeine und die Aichacher Zeitung berichteten.